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Sur scènes et sur écrans

2003 - Peter Jordan

Thalia Theater - Hambourg

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Peter Jordan als Cyrano von Bergerac sitzt in dem Theaterstück <i>Cyrano</i> in seinem überdimensionalen, stilisierten Profil.

Peter Jordan als Cyrano von Bergerac sitzt in dem Theaterstück Cyrano in seinem überdimensionalen, stilisierten Profil.

































Cyrano ! Hamburg (dpa) - Ein riesige weiße Nase mit Federhut watschelt auf die Bühne. In dem Kostüm steckt der Dichter und Mann mit tausend Gaben: Cyrano de Bergerac - ein Poet und Haudegen, den Frankreichs Star Gerard Dépardieu im Film verkörpert hat. Am Hamburger Thalia-Theater trägt der Titelheld Peter Jordan keinen enormen Zinken, sondern zeigt seine normale Nase.



Mit "Cyrano!" gelang Stefan Moskov eine Inszenierung, die durch ihre Bilder, bunten Kostüme und puppenhaftem Slapstick besticht.

Schon nach den ersten Minuten der rasanten Aufführung gab es begeisterten Szenenbeifall. Und am Schluss bejubelte das Premierenpublikum den Hauptdarsteller, das Ensemble und Regieteam.



Nach dem Macbeth-Flop von Andreas Kriegenburg kann sich Intendant Ulrich Kuohn über einen neuen Hit am Thalia freuen. Ein Bild aus vergangener Zeit wird lebendig und trifft doch haarscharf die Gegenwart: Der Cyrano von heute wäre längst zum Schönheitschirurgen gelaufen. Edmond Rostand hat mit der romantischen Mantel- und Degen-Komödie eine Satire über die Oberflächlichkeit der Menschen und die Liebe als Illusion geschrieben.



Roxane (Judith Rosmair) verliert zwei Männer, die sie lieben, weil sie nicht erkennt, wer wirklich zu ihr passt. Der hässliche Cyrano und der hübsche Christian (Hinnerk Schönemann) sind eigentlich zwei Seiten eines Menschen: Der Körper und die Seele. In der berühmten Balkon-Szene, zugleich eine Parodie auf Romeo und Julia, souffliert der geistreiche Dichter dem stotternden Dummen die glühenden Liebesverse und bewegt ihn dazu mit seinen Degen wie eine Stab-Marionette.

Moskov hätte die beiden Seiten des Menschen nicht besser ins Bild fassen können. Der bulgarische Regisseur, auch ausgebildeter Puppenspieler, verwandelt das Thalia in eine gigantische Puppenbühne. In den wie eine Grafik schwarz-weiß schraffierten Kulissen lieben, kämpfen und toben die lebendigen Puppen - gekleidet in exzentrisch expressive Kostüme. Erstaunlich ist, wofür Degen so zu gebrauchen sind: Sie dienen als Waffe für witzige Duelle mit einem aufgeblähten Muskelmann (Josef Heynert), dem Zerrbild heutiger Bodybuilder-Ideale, aber auch als Angel, Aschenbecher, Billiardstock oder Becher.



Gags und Pantomime spielen eine große Rolle in Moskovs Inszenierung. Bei allem Spaß und perfekt getimten Klamauk schafft er jedoch Momente von großer Konzentration, visueller Kraft und Einfachheit für die verzweifelten Monologe von Cyrano. Blitzschnell, so wie er seinen Degen führt, wechselt Peter Jordan von komischen Faxen zu echten Tönen und macht "Cyrano!" zu einem ebenso amüsanten wie anrührenden Theatererlebnis.





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Publié le 29 / 05 / 2005.


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